Hallo Leutle,

tja was soll ich groß über mich schreiben ? Geboren, aufgewachsen und mittlerweile sesshaft geworden bin ich in dem kleinen aber feinen Wallfahrtstädtchen Walldürn im Odenwald (das liegt ganz weit hinter den Bergen und wird auch Badisch Sibirien genannt). Letztes Jahr feierte ich mein mittlerweile zwanzigjähriges DJ-Bühnendasein, bin also schon ein alter Bock. Aber ich habe nicht immer nur Partymusik gemacht, wobei für mich bzw. uns Partymusik ein dehnbarer Begriff ist und wir darunter eigentlich alles packen, was Stimmung und gute Laune verbreitet, also von Partymucke, Oldies, Schlagern, 80ern, Charts, über Stimmungssongs bis zu Rock, RnB oder HipHop - was gefällt und passt wird gespielt.
Seit mich Ende der Achtziger Jahre das Plattenauflegen eines DJ mit Namen Jones in der Discothek ROCKPALAST in Mosbach fasziniert hatte, wollte ich unbedingt auch mal sowas machen. Also habe ich mir ein kleines Mischpult gekauft und angefangen daheim Kassetten zu mischen. Diese habe ich irgendwann einmal voller Stolz an ein paar Läden in der Region verschickt und wurde auch gleich zu einem Probeabend nach Tauberbischofsheim ins damalige NEW ORLEANS eingeladen. Lustigerweise meldete sich keine zwei Tage später ein gewisser DJ JONES, der jetzt in einem anderen Laden in Hardheim auflegte und wollte mich durch mein tolles Mix-Tape überzeugt für seinen Laden engagieren (welche Ironie und gleichzeitige Ehre). Übrigens habe ich vor Kurzem mal Jones getroffen und er hat doch tatsächlich noch meine damalige Kassette, da waren so die Faves meiner wilden Zeit drauf . Wilde Zeit, ach ja schön war’s, denn ich hatte lange Haare und konnte meine Lockenpracht im Takt der Musik schön bangen lassen. Mal gucken ob ich meine zerrissenen Loch-Jeans und ausgerissenen Metal-Shirts noch irgendwo finde. Aber zurück zum DJ-Sein: Da ich schon in TBB zugesagt hatte, war die Fechterstadt meine erste Wahl und DJ Jones im Cinderella bekam einen Korb. Nach einem erfolgreichen Jahr und meinen ersten Erfahrungen kam ich durch Zufall zu einem Gastspiel im damaligen POINT-Club in Buchen. Schnitte + DJ Crazy Reif für die Insel 2004Der dortige Inhaber suchte dringend für seinen Donnerstagabend einen Rock DJ, der den krankheitsbedingten Stammaufleger ein paar Wochen ersetzen sollte. Aus den paar Wochen angefangen mit knapp 50 Gästen wurden insgesamt zehn Jahre, denn der Chef konnte mich nach meinen Auftritten nicht wieder gehen lassen und mit den ehemaligen Betreibern beendete auch ich meine sehr schöne Resident-DJ Zeit.  Dieser Rockdonnerstag war in den Neunziger Jahren DER Treffpunkt aller Leute aus dem Kreis (Das Point platzte aus allen Nähten) und wurde erst durch den Bau und die Eröffnung der Großraumdisse MUSIC HALL ( jetzt Halli Galli ) von seinem Kultstatus sagen wir mal wieder heruntergehoben auf ein Normal-Level. Schnitte + DJ Crazy + Möhre(Mirja Boes) Reif für die Insel 2004Aber schon in dieser Zeit war durch unsere intensiven Faschenaachtsparties im Point und in den ganzen Hochburgen im Kreis auch die Partymusik mein zweites Steckenpferd. Über Faschenaacht und meine Liebe zur fünften Jahreszeit steht eigentlich schon einiges separat, auch wie es denn eigentlich zu dem Traum Party DJ Powerduo CRAZY und MAIO kam. Ab Anfang des neuen Jahrtausends waren Hallen und größere Veranstaltungen somit mein Zuhause. Die Liste der Auftritte wäre jetzt zu lang zu erwähnen, einige Highlights stehen in den Referenzen. DJ Crazy + Tobee Apres Ski 2008Man kann aber schon sagen, dass wir schon auf fast allen Festen und Veranstaltungen im Kreis irgendwann mal aufgelegt haben. Mit einigen Größen der Partyszene durfte ich schon die Bühne teilen, ob Mickie Krause, Vengaboys, Peter Wackel, PS Alex, Tobee, Krümel, Almklausi, Markus Becker, BB Jürgen, Möhre, Jürgen Drews, Bernhard Brink, Tobi Bonito, Partyschweine, Schnitte, Friedel von Hagen, Infinity, Aleks Schmitt usw..... alles durchweg sympathische und nette Zeitgenossen, die dich auch nach Jahren noch kennen und kennen wollen (das will was heißen *grins*). Wichtig ist vielleicht noch, dass wir uns immer noch gegen mp3’s wehren d.h. bei uns zählt einfach noch das handgemachte Auflegen mit Original CD’s und großen Koffern. Das gehört meiner Meinung nach einfach zu einem DJ dazu; nur in einer Playlist mit der Maus rumfahren und bereits zehn Lieder hintereinander legen, die automatisch auch noch ineinander reinfadern, ist doch nicht Sinn der Sache. DJ Crazy + Krümel Apres Ski Rosenberg 2009Dafür brauche ich keinen Disc-Jockey der auf sein Publikum eingehen sollte, das kann jeder Depp vorbereiten und laufen lassen. Und das ist vielleicht auch unser Erfolgs-Geheimnis warum wir immer noch da sind und nicht schon in Rente geschickt wurden. Und damit will ich auch mit WIKIPEDIA und der Online Erklärung des Begriffes DJ enden, denn da ist unser DJ-Team eigentlich treffend beschrieben und zwar unter perfektem Zusammenspiel:

DJ-Team (lt. wikipedia.org)
Ein DJ-Team besteht meist aus zwei Personen, welche sich oft speziell dafür einen bestimmten Team-Namen (wie Party DJ Powerduo Crazy + Maio) geben, während sie als „Solokünstler“ ihre individuellen Namen trotzdem behalten. Der Vorteil (für Veranstalter, Publikum & DJ) hierbei ist, dass sich beide gegenseitig antreiben, da ein gewisser Konkurrenzkampf besteht. Unser LogoWeiterhin kann ein breiteres Spektrum an Musikstilen gespielt werden, weil jeder seinen eigenen individuellen Geschmack besitzt. Die Art der Performance entwickelt sich nach gewisser Zeit. Einige mögen es lieber in Blöcken zu spielen. Dabei wechseln sich die DJs nach 3-5 Titeln ab. Bei einem perfekten Zusammenspiel jedoch bedienen beide gleichzeitig die Regler (so wie bei den beiden Dürmer DJ's ;-)).

Powerduo Apres Ski Party Rosenberg 2008